Hunderasse Deutscher Schäferhund
Beschreibung Deutscher Schäferhund
Der Deutsche Schäferhund ist eine der beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Mit 55 bis 65 cm Widerristhöhe zählt er zu den mittelgroßen Hunden. Die Hündinnen sind etwas kleiner und werden bis zu 60 cm hoch. Der Schäferhund ist kräftig und stark bemuskelt. Er wird 30 bis 40 kg schwer. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Deutschen Schäferhunde beträgt 13 Jahre.
Wie der Name schon verrät, kommt der Deutsche Schäferhund ursprünglich aus Deutschland. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Rasse in verschiedenen Gegenden Europas, aus so genannten Hütehunden. Aufgabe dieser Hunde war es, Schafherden zu treiben und die Besitztümer der Hirten zu bewachen und verteidigen. Die eigentliche Rasse der Deutschen Schäferhunde geht auf Schläge aus Württemberg und Thüringen zurück.
Schäferhunde sind meist gehorsam, zuverlässig und gelehrig. Deshalb werden sie oft als Polizei-, Blinden-, Spür- oder Begleithund eingesetzt.
Charakter Deutscher Schäferhund
Der Deutsche Schäferhund ist bzw. sollte ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, unbefangen, gutartig, aufmerksam und führig sein, so lautet der FCI-Rassenstandard. Im allgemeinen ist der Deutsche Schäferhund kinderfreundlich, zuverlässig, gelehrig und gehorsam.
Zu den Stärken des Schäferhundes zählen seine Ausdauer, sein Gehorsam und die Treue zu seinem Herrn. Er ist ein sehr intelligenter und vielseitiger Hund. Gerne wird er als Wachhund oder als Rettungshund nach Erdbeben oder Lawinen eingesetzt. Auch als Spürhund zur Drogen- und Terrorismusbekämpfung (Suche nach Sprengstoff) wird er eingesetzt.
Schäferhunde sind lernwillig. Sie zeigen absoluten Gehorsam gegenüber ihren Herrn und sind äußerst treu. Deshalb lassen sie sich auch so gut als Polizei- oder Begleithunde einsetzen lassen. Sie sind leicht zu erziehen, müssen aber zu jeder Zeit wissen, wer der Chef im Hund-Herr-Team ist. Wird ein Schäferhund falsch erzogen, ist er kaum noch zu bändigen. Die Schuld ist in diesem Fall jedoch beim Besitzer zu suchen. Wird ein Schäferhund richtig erzogen, entwickelt er sich zu einem ruhigen, braven, sanften und zutraulichen Gefährten.
Der Schäferhund ist ein selbstbewusster, mutiger Hund, was er auch gerne unter Beweis stellt. Erfordert es eine Situation, kann er kämpferisch, hart und furchtlos sein.
Auf Grund von Überzüchtung leiden manche Schäferhunde an einer gewissen Wesensschwäche und Aggressivität. Bei der Auswahl des Züchters sollte man deshalb aufpassen. Unseriöse Massenzüchter haben auch kranke und verhaltensauffällige Schäferhunde gezüchtet, um der großen Nachfrage nach dieser äußerst beliebten Rasse schnell nachkommen zu können.
Pflege Deutscher Schäferhund
Das Fell des Schäferhundes ist sehr pflegeleicht. Es muss nur regelmäßig gestriegelt werden. Am besten bürstet man den Schäferhund täglich. Zähneputzen vermeidet Zahnstein. Die Ohren des Hundes sollten ebenfalls regelmäßig gereinigt werden. Mit diesen Ritualen sollten man schon beim jungen Hund beginnen, dann ist später auch der große Hund zu bändigen, sobald man mit der Zahnbürste kommt.
Der ausgewachsene Schäferhund frisst täglich ungefähr 600 g Fleisch, 300 g gekochtes Gemüse und 300 g gekochten Reis oder Haferflocken. Diese Ration wird auf zwei Mahlzeiten aufgeteilt. Im Idealfall füttert man den Schäferhund jeden Tag zur gleichen Zeit. Essensreste sollte man jedoch nicht füttern. Diese trüben den Geruchssinn des Hundes. Mehrmals am Tag braucht er einen Napf mit frischem Wasser.
Bewegungsdrang Deutscher Schäferhund
Der Schäferhund ist sehr aktiv und braucht viel Auslauf und Beschäftigung. Die Haltung in einer Stadtwohnung ist möglich, wenn für genügend Auslauf gesorgt wird. Für die Zwingerhaltung ist diese Hunderasse nicht geeignet.
Ausgedehnte Spaziergänge, Radtouren und Jogging – zu all diesen Sportarten kann man den Schäferhund als Mitläufer mitnehmen. Außerdem sind alle Hundesportarten möglich und auch angebracht. Eine geistige Beschäftigung, die über die körperliche Anstrengung hinausgeht, ist für diese Hunderasse wichtig.
Der Schäferhund sollte unbedingt gefördert und beschäftigt werden. Er möchte sich nützlich machen und so seinem Herrn gefallen. Auch eine Ausbildung zum Rettungs- oder Suchhund wird dem Schäferhund Spaß machen.



