Hunderassen

Der gemeinsame Weg des Hundes mit dem Menschen begann vor einigen tausend Jahren. Schon von Anfang an versuchte der Mensch dabei natürlich möglichst großen Nutzen aus seinem neuen Freund zu ziehen und wählte daher sehr genau aus, welche Hunde er mit einander verpaarte. Es waren immer Hunde mit vom Menschen gewünschten Eigenschaften, die zusammengebracht wurden, wobei es dem Menschen bei seiner Zuchtauswahl vor allem um die Gebrauchsfähigkeit und weniger um das eigentliche Aussehen ging.

Hunderassen - Aussehen, Charakter und Größe können sehr unterschiedlich sein.

Das Aussehen war dann eher Mittel zum Zweck. Brauchte der Mensch einen Hund, der auch in einen Dachsbau passte, züchtete er natürlich eher kleinere Hunde. Sollte der Hund einen Kampf mit einem Bären überstehen können, musste dieser natürlich entsprechend groß und kräftig sein. Erst spät wurden Hunde auch als Begleiter gezüchtet, das Ergebnis waren kleine und zierliche Zwerghunde, so genannte Schoßhunde. Schoßhunde wurden zumeist von Damen als Luxushunde oder Spielgefährten gehalten.

Vielfalt an Hunderassen

Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach mit Schoßhund

Ihre königliche Hoheit Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach mit Schoßhund

Wie viele Hunderassen es gibt, darüber wird zwar durchaus gestritten, einige reden von gerade einmal 100, da viele angebliche Rassen nur Varietäten anderer Rassen sein, andere gehen von mehr als 1000 aus. Fakt ist aber, dass bei dieser großen Vielfalt immer noch nicht genug Auswahl herrscht, weswegen es sogar Designerhunde gibt. Für die einen sind das nur Mischlinge, für andere eine wichtige Zucht, schließlich soll bei der Verpaarung von zum Beispiel Pudel und Labrador (Labradoodle) ein Hund herauskommen, der besonders gut für Allergiker geeignet ist. Auf jeden Fall gibt es eine große Auswahl, von ganz kleinen Hunden bis hin zu riesigen Hunden. Hunde, die toll als Spielkameraden für Kinder geeignet sind und Hunde, die im Polizeidienst gut aufgehoben sind.

Es gibt süße mittelgroße Hunderassen ebenso wie riesige Hunde, bei denen einem weniger Attribute wie süß einfallen, sondern bei denen man weiß, dass diese Hunderassen nach Eigenschaften gezüchtet wurden, die eben etwas mit Nützlichkeit zu tun haben.

Hunderassen unterscheiden sich im Aussehen und im Charakter

Egal in welche Hunderasse die Hunde eingeteilt werden, egal ob Kleine Hunderassen, Mittelgroße Hunderassen oder Große Hunderassen, die einzelnen Hunderassen unterscheiden sich im Aussehen, Wesen, Bewegungsdrang, Pflege, Charakter, Futter. Den unterschiedlichen Bedürfnissen der Hunderassen muss als Hundehalter nachgekommen werden. Wenn Sie einen Hund besitzen möchten, dann sind Sie für ihn und sein Wohlergehen verantwortlich, für ausreichende Beschäftigung usw. Welche Art der Beschäftigung dies sein kann, ist von Hund zu Hund, von Rasse zu Rasse unterschiedlich Allerdings braucht ein aufgeweckter Jagdhund etwas ganz anderes als ein ruhiger Familienhund.

Bevor ein Hund einzieht: Gut über die Rasse informieren ist Pflicht

Wenn Sie sich einen Hund anschaffen möchten dann informieren Sie sich im Vorfeld ausreichend über die Hunderasse. Der Hund soll nicht nur äußerlich gefallen, Sie müssen auch die Merkmale seiner Hunderasse kennen. Also, setzen Sie keinen Golden Retriever oder gar Labrador Retriever als Wachhund ein, denn diese sehr sanfte, umgängliche Hunderasse wäre dafür nicht geeignet. Wie der Name dieser beiden Retriever-Rassen schon zeigt, es sind Hunde, die gerne etwas zurückbringen. Es sind Arbeitshunde, die früher bei der Jagd eingesetzt wurden. So freundlich und umgänglich beide sind, brauchen sie doch auch ihren Auslauf und ihre Bewegung.

Familienhunde

Noch ein wichtiger Punkt ist, dass viele Familien sich den perfekten Hund wünschen. Er soll zum Beispiel kinderfreundlich sein und gesucht wird dementsprechend nach solchen Hunderassen. Ob ein Hund kinderfreundlich ist hängt zum größten Teil davon ab wie er sozialisiert wurde, wie er erzogen wurde und wie mit ihm umgegangen wird. Deswegen finden Sie auch hier auf hunde-guide.de Infos zur Hundeerziehung. Natürlich gibt es Hunde, denen man per se seine Kinder lieber anvertrauen würde, als Hunde bestimmter Rassen, die durch Schlagzeilen in Verruf geraten sind. Aber auch bei einem Hund einer Rasse, die als kinderlieb bekannt ist, muss eine Erziehung und Sozialisation das ganze erst in die richtigen Bahnen lenken.

Wo wir gerade bei Familienhund waren – Hunde bei der Bärenjagd:

Bärenjagd mit Hund.

Bärenjagd mit Hund. Gemäldegalerie Alte Meister (Dresden) Galeriewerk Payne 013.