Hundeausbildung - Hunde als Helfer und Retter

Neben der Hundeerziehung, die für jeden Hund sehr wichtig ist und auf die von Anfang an geachtet werden muss, sind auch Hundeausbildungen möglich. Je nach Hunderasse eignen sich manche Hunde ganz besonders als Polizei-, Such- oder Blindenführhund. Dann ist eine spezielle Ausbildung nötig, in der der Hund in den geforderten Fertigkeiten geschult wird.

 

Rettungshunde

Der Rettungshund ist einer der bekanntesten Hundejobs. Rettungshunde suchen und finden Menschen, die in Gefahr oder in misslichen Lagen sind. Nach Lawinenabgängen, Erdbeben, Flugzeug-abstürzen und Explosionen werden Rettungshunde eingesetzt, um Menschen unter Trümmern oder Schnee zu finden und zu retten. Auch wenn Menschen vermisst werden, kommen Rettungshunde zum Einsatz.

Rettungshunde müssen zuerst die Begleithundeprüfung erfolgreich ablegen, bevor sie die Prüfung zum Rettungshund ablegen dürfen. Zum Ausbildungsbeginn sollte der Hund nicht älter als drei Jahre sein. Inhalte der Ausbildung sind Geländegängigkeit – der Hund muss auf glatten und beweglichen Untergründen wie Schutt und Geröll gehen können. Gehorsamsarbeit ist ebenfalls Teil der Ausbildung, genau so wie Gerätearbeit, Sucharbeit und Anzeigeübungen.

Rettungshundestaffeln werden vor allem bei folgenden Einsätzen eingesetzt:

  • Trümmersuche
  • Lawinensuche
  • Flächensuche
  • Wasserrettung
  • Wasserortung
  • Leichensuche
  • Mantrailing (Hund folgt Individualgeruch von Menschen, nicht den Bodenverletzungen wie der Fährtensuchhund)

 

Drogenspürhunde

Bei der Ausbildung der Drogenspürhunde geht es vor allem um den Geruchssinn der Hunde. Geruchssinn und Spieltrieb werden für die Ausbildung und für spätere Einsätze der  Hunde genutzt. Neben dem Auffinden von Drogen wie Kokain, Heroin, Amphetaminen und Cannabis wird auch das Anzeigeverhalten trainiert, also wie der Hund seinem Hundeführer zeigt, dass es an einem bestimmten Ort nach Drogen riecht.

Blindenführhunde

Blindenführhunde werden dazu ausgebildet, blinden und sehbehinderten Menschen im Alltag zu helfen. Der Blindenführhund kennt zum Beispiel Befehle wie „Suche Türe“, „Überquere Straße“, „geradeaus“, „nach links“, „nach rechts“ usw. und kann so den blinden oder sehbehinderten Menschen sicher in fremder und vertrauter Umgebung führen. Der Hund umgeht oder zeigt Hindernisse an, indem er davor stehen bleibt. Ein Blindenführhund kennt ungefähr 40 Befehle (sogenannte Hörzeichen). Wenn er weiter trainiert wird, kann er jedoch bis zu 400 Hörzeichen erlernen. Die Kommandos müssen dann aber regelmäßig trainiert werden.

Gefahrensituationen erkennt der Blindenführhund. Dann verweigert er Befehle, die seinem Herrchen schaden würden. Der Blindenführhund muss die Fähigkeit zum „intelligenten Ungehorsam“ besitzen und immer zuverlässig sein.

Vor Beginn der Ausbildung werden Blindenführhunde intensiv auf ihre Eignung zum Blindenführhund getestet. Häufig werden Golden Retriever, Labrador Retriever, Königspudel, Deutsche Schäferhunde und Riesenschnauzer sowie Mischlinge zum Blindenführhund ausgebildet. Die Schulterhöhe der Hunde sollte auf jeden Fall zwischen 50 und 65 cm betragen. Die Ausbildung dauert bis zu 12 Monate, Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

 

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